Über uns in der Presse

WAZ  28.11.2015

Von Opel ins Reformhaus


Im Gespräch mit den Kunden geht es hin und wieder auch mal ums Thema Opel. Kein Wunder, Holger Blank betreibt zwar seit einem Jahrzehnt das Reformhaus in der Wattenscheider Innenstadt, doch zuvor war er lange Zeit bei Opel beschäftigt. Vor zehn Jahren ist er bei dem Autobauer ausgeschieden, die Abfindung diente als Startkapital für das Reformhaus.

„Ein Schritt, den ich nicht bereut habe“, betont der 48-Jährige, der zuletzt als Spritzlackierer in Nachtschicht im Bochumer Werk tätig war. Damit blickt er nicht nur auf das Opel-Aus in dieser Stadt. Sondern auch auf den erfolgreichen Aufbau und Betrieb des Reformhauses. „Das ist eine ganz andere Arbeit, die mir sehr viel Spaß macht. Der gute Kundenkontakt, die Beratungen, das positive Feedback, der Handel und die Auslieferung der Waren, das alles bereitet viel Freude und hat mich auch menschlich wahnsinnig weiter gebracht.“
Zentraler Standort in der Innenstadt

Im Jahr 2005 war er nach 16 Jahren bei Opel freiwillig ausgeschieden, damals lief die erste große Abfindungswelle. „Mittlerweile ist Opel in Bochum Geschichte – wir feiern jetzt unser zehnjähriges Geschäftsbestehen.“

Ehefrau Annette (46) ist schon seit 1985 im Reformhausbereich tätig, „und wir hatten damals dann die Idee, uns auf diesem Gebiet selbstständig zu machen“. Zunächst mit einem Laden im Gertrudiscenter. Dann erfolgte am 8. August 2008 nach dem Umzug die Eröffnung des Ladens an der Voedestraße 1. „Ein Datum, das man sich gut merken kann.“ Auf rund 100 Quadratmetern bieten dort die beiden Reformwaren und Naturkost an, das reicht von Bio-Lebensmitteln über Gesundheitsartikel und Getränke bis zu Kosmetikprodukten. Am morgigen verkaufsoffenen Sonntag öffnet das Reformhaus Blank allerdings nicht. „Wir haben als Familienbetrieb sechs Tage die Woche ab 9 Uhr geöffnet, die Arbeiten zur Vor- und Nachbereitung kommen zu den Geschäftsöffnungszeiten noch hinzu, das sind insgesamt schon sehr viele Stunden.“ Doch auch wenn er von der 35-Stunden-Woche bei Opel und 30 Tagen Jahresurlaub weit entfernt ist – „das hier war der richtige Schritt.“

In diesem Jahr hat Holger Blank sogar die Ausbilder-Eignungsprüfung bei der IHK abgelegt, kann also in dem Geschäft auch junge Leute ausbilden; Tochter Kira absolviert hier jetzt eine Lehre zur Einzelhandelskauffrau.

Ralf Drews

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WAZ 15.04.2014

Biopatenschaft ist ein Erfolg
15.04.2014 | 18:18 Uhr
Biopatenschaft ist ein Erfolg
Annette und Holger Blank mit Biopatin Waltraud Friedhoff (rechts) im Geschäft an der Voedestraße.

Wattenscheid. Es ist längst mehrheitsfähig: Wer sich selbst und seiner Region etwas Gutes tun will, kauft Bio-Waren und von hier. Aber: Preise für Lebensmittel, die verlässlich bio und regional sind, schlagen doch immer noch mehr ins Kontor als Discount-Kartoffeln aus Ägypten. Annette und Holger Blank vom hiesigen Reformhaus wollen daran was ändern: 2012 riefen sie eine Bio-Patenschaft ins Leben.
Aktion kommt an

Der Deal: Wer im Monat einmal 4,90 Euro pro erwachsenem Haushaltsmitglied bezahlt hat, bekommt zum Beispiel den einheimischen Bioland-Mangold für 3,38 statt für 4,99 Euro.

Jetzt – anderthalb Jahre nach Beginn der Aktion – sind die Blanks sehr zufrieden damit, wie die Patenschaft angenommen wird. 80 Stammpaten und 20 bis 30 Personen aus der Laufkundschaft zählen die Kaufleute im Moment. Diese Kunden bilden sozusagen eine Einkaufsgenossenschaft. Mit ihrer planbaren Abnahmemenge haben die Blanks eine Gemeinschaft von sechs Bio-Höfen in Velbert als Lieferanten gewonnen. Die liefern jeden Donnerstag Obst, Gemüse, Milch und Käse aus Velbert.

Aktuell beziehen die Blanks ein Viertel des verkauften Gemüses von diesen Höfen. Das sichert, wie es ihre Absicht ist, ein Stück regionalen Biowarenkreislauf. Und wo Planungssicherheit ist, da ist auch ein Stammkundenrabatt denkbar.

Einer der Lieferanten ist der Hof Vorberg in Velbert-Neviges. Dort wirtschaftet Bauer Ulfert Bewig-Glashoff. Auch er nennt es „gut und wichtig, wenn wir die Waren zu erträglichen Preisen nicht an den Großhandel verkaufen müssen“. Ohne die Zwischenstation Großhandel fällt einer weg, der sich Gewinnmarge abzwackt, und die Waren kommen schneller und frischer auf den Tisch des Endverbrauchers.

Der Effekt aus Sicht der Blanks: „Es wird weniger weggeschmissen, obwohl wir mehr Umsatz haben. Und auch wer nicht Pate ist, profitiert, weil wir das Sortiment deutlich erweitert haben.“ Sie mussten mehrmals umräumen, sagen sie, und wo sie zur Saison das ganze Obst auslegen, wollen sie noch mal überlegen. Holger und Annette Blank wirken hochzufrieden, dass sie Sorgen dieser Art haben.
Warenverteilung

Einzig bei der Verteilung der Waren über die Woche wollen sie noch nachbessern: Bislang liefert dienstags und freitags der Großhandel, donnerstags die Velberter Höfe. Um nach dem großen Leerkauf am Wochenende einigermaßen bestückt dazustehen, haben sie im Sinne der regionalen Wirtschaftskreisläufe vom Trantenrother Demeter-Hof in Witten angefragt, ob der montags liefern kann. Und der Hof hat das ab dem 28. April zugesagt. Davon soll die Warenverteilung profitieren.

Fabian May

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WAZ 17.09.1012

Bio-Lebensmittel
Pate werden für Bio-Bauern
17.09.2012 | 18:15 Uhr
Pate werden für Bio-Bauern
Annette und Holger Blank haben eine Idee, um Bio-Anbieter in der Region zu stärken: Stammkunden als Paten.Foto: Klaus Micke

Wattenscheid. Wattenscheider Bioladen will mit einer Patenaktion regionale Biowarenkreisläufe stärken. Knapp 50 Paten schon gewonnen.

Es ist gängige Praxis: Spanische Biogurken werden quer durch Europa zu uns gegurkt und sind danach noch immer günstiger zu haben als deutsche – sogar, wenn hier Gurkensaison ist. Holger und Annette Blank haben als Reformhaus-Betreiber zwar Verständnis für preisbewusste Geschäftspraxis, finden all das aber nicht sehr bio.

Ihr eigenes Sortiment stellen die Geschäftsinhaber von der Voedestraße aus einschlägigen deutschen Biosiegeln zusammen, denen strengere Vorgaben und Kontrollen als anderswo nachgesagt werden. Das sind u. a. Bioland, Demeter und Neuform. Die Bezeichnung „EU-Bio“ sei dagegen „der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich Wirtschaft und Politik einigen konnten“, so Holger Blank. Der „ursprüngliches Bio-Gedanke“ sei übrigens nicht in erster Linie der der eigenen Gesunderhaltung oder des besseren Geschmacks, sondern der Einhaltung der Fruchtfolge, der Versorgung der Tiere mit selbst angebautem Futter, also der nachhaltigen Produktion.
„Win/win-Situation“

Um ihrem eigenen Sortiment und den regionalen Biobauern gegen die weit gereiste Konkurrenz einen Vorteil zu verschaffen, haben die Blanks sich jüngst für ihre Kunden eine „Win/win-Situation“ ausgedacht: Kunden können „Pate für deutsche Bio-Bauern“ werden. Gegen einen Monatsbeitrag von 4,90 Euro für jedes erwachsene Haushaltsmitglied reduzieren die Kaufleute den Preis ihrer Frischwaren, so dass die deutsche Demetergurke preislich fast mit der spanischen Biogurke mithalten kann. Sie koste dann etwa nicht mehr 1,59, sondern 1,15 Euro. Ab einem wöchentlichen Einkaufswert von 3,10 Euro pro Person amortisiere sich der Patenbeitrag, rechnet Blank vor.

Die Idee der Blanks reicht aber über den kaufmännischen Eigennutzen hinaus: „Wir werden hauptsächlich von Großhändlern beliefert. Mittelfristig wollen wir Kooperationen mit Höfen hier in der Region aufbauen und gucken, wie deren Produkte unser Sortiment ergänzen können.“ Mit einer Hofgemeinschaft, die er noch nicht nennen wollte, werde seine Frau bald Kontakt aufnehmen, sagt Blank. „Bis jetzt haben wir noch gewartet. Wir wollten erst einen Kundenstamm aufweisen, damit potenzielle Lieferanten planen können.“

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25.01.2006 / LOKALAUSGABE / WATTENSCHEID / WAZ



Wenn die Ehefrau Chefin ist 

Ehemaliger Opel-Mitarbeiter nutzt Abfindung zum Aufbau einer familiären Existenzgrundlage.Annette und Holger Blank betreiben im Gertrudiscenter

ein Reformhaus

Von Ferdi Dick


In jedem Ende kann ein neuer Anfang liegen:
Nach 16 gemeinsamen Jahren standen Holger Blank und Opel vor drei Monaten am Scheideweg.

Der 38-jährige Spritzlackierer nutzte seine Abfindung, um mit Ehefrau Annette (36) eine neue Existenzgrundlage aufzubauen.
Auch wenn die Blanks nach ihrem Sprung
in die Selbstständigkeit ziemlich blank sind, so wirken doch sehr zufrieden. Mit dem Reformhaus im Gertrudiscenter wurde für sie ein lang gehegter Traum Wirklichkeit.

"Ich wollte schon in jungen Jahren mein eigener Chef sein", gesteht Annette Blank, gelernte Fachverkäuferin für Reform-Produkte.

"Aber ohne die Abfindung meines Mannes", gesteht sie, "hätte das wohl nie geklappt. Wir hätten sonst nur für die Bank arbeiten müssen."

Holger Blank sieht sich allerdings nicht auf die Rolle des Geldgebers beschränkt. Als Beschäftigter der Auffanggesellschaft BAQ absolviert er bis September ein Praktikum im Reformhaus seiner Frau. "Und in zwei

bis drei Jahren", hofft er, "bin ich sicher auch soweit, um in diesem Betrieb meinen Mann zu stehen und unsere Kunden kompetent zu beraten." Annette Blank lobt: "Er ist nicht nur lernfähig, sondern auch lernwillig."

Er reicht die Blumen lächelnd zurück: "Sie ist eine gute Chefin, die ihr großes Wissen sehr gut vermitteln kann." 


Probleme, dass sie neben dem Privat- nun
auch ihr Berufsleben teilen, sehen die Blanks nicht. "Wir verstehen und ergänzen uns gut", versichern sie. "Sonst hätten wir unser Leben bis heute nicht so gemeistert."

Ja- es gab auch harte Zeiten, beispielsweise in den vergangenen acht Jahren, als Holger Blank bei Opel auf Dauernachtschicht war.

"Wir haben das aber nicht als Bürde, sondern als Chance für unser Familienleben begriffen", sagt der 38-jährige Handwerker. "Weil ich

tagsüber in der Lage war, unsere drei Kinder zu betreuen, hatte meine Frau die Chance, in ihrem Beruf tätig zu sein und so auf dem Laufenden zu bleiben."
Beim Bochumer Automobilproduzenten, da
ist sich Holger Blank sicher, hätte er das Rentenalter nicht erreicht. "Bei der wirtschaftlichen Entwicklung wäre ich irgendwann gegangen worden", sagt er. "Einer solchen Situation der Ohnmacht wollte ich mich einfach nicht sehenden Auges ausliefern, deswegen haben wir gemeinsam die Chance

genutzt, uns eine eigene Existenz aufzubauen.

Man muss einfach den Mut zur Veränderung haben."

Im Gertrudiscenter habendie Eheleute Blank einen Pachtvertrag für zehn Jahre unterschrieben.
"Wir sind fest davon überzeugt,
dass wir an diesem Standort unseren Lebensunterhalt verdienen können", sagt die Reformfachfrau.

"Wir haben hier ein sehr faires und zukunftsfähiges Angebot bekommen."

 

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